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Aquarium-Beleuchtung: Ratgeber für das perfekte Licht
Alles schön hell? Was nützt ein Aquarium, wenn man nichts sieht? All die schönen Fische, Krebse, Dekoration und Pflanzen, für die man viel Geld investiert hat sollen schließlich zur Geltung kommen. Ein dunkles Aquarium ist eine ziemlich langweilige Angelegenheit - also ran mit der Aquarium-Beleuchtung, je heller, desto besser.
Vorhandene Aquarium-Beleuchtung optimal nutzen
Bevor man sich in Unkosten stürzt, sollte man die vorhandenen Kapazitäten voll nutzen. Eine gute Aquarium-Beleuchtung lässt sich beispielsweise mit preisgünstigen Reflektoren um bis zu 100% optimieren. Diese lenken das Licht, das normalerweise ungenutzt nach oben in die Abdeckung strahlt, direkt zurück auf die Wasseroberfläche.
Mit einem Diffusor wird Licht mit einer harten, punkt- oder linienförmigen Fokussierung in eine warme und weiche Streuung verwandelt. Dies verhindert harte Schlagschatten im Becken und sorgt für eine gleichmäßige Ausleuchtung bis in die Ecken. Eine optimal genutzte Aquarium-Beleuchtung ist einer Mehrfachschaltung mehrerer Lampen in jedem Fall vorzuziehen. Das spart auch noch Strom und schont damit den Geldbeutel. Denken Sie auch daran, die Leuchtmittel und Reflektoren regelmäßig von Kalkbelägen zu reinigen, da bereits ein dünner Schleier die Lichtausbeute massiv reduzieren kann.
Welche Leuchten gibt es für das Aquarium?
Als Leuchtmittel stehen für die Aquarien-Beleuchtung LED-Lampen, Halogenlampen, HQI-Brenner und Leuchtstoffröhren zur Verfügung. HQI-Brenner, Leuchtstoffröhren und vor allem Halogenlampen produzieren neben Licht auch erhebliche Mengen an Wärme. Dies muss bei der Planung des Aquariums mit berücksichtigt werden, da sich das Wasser besonders in geschlossenen Abdeckungen im Sommer gefährlich aufheizen kann. LED-Lampen bleiben dagegen stets relativ kühl. Das macht sich vor allem durch einen deutlich geringeren Stromverbrauch bemerkbar, da weniger Energie in ungenutzte Wärme umgewandelt wird.
LED-Lampen: Der moderne Standard
Im Gegensatz zu den Anfängen der Technologie, als sich LED-Lampen bei der Aquarien-Beleuchtung noch nicht durchgesetzt hatten, sind sie heute die erste Wahl. Sie halten erheblich länger (oft bis zu 50.000 Betriebsstunden) und sind in der Entsorgung völlig unbedenklich, da sie kein Quecksilber enthalten.
Während frühe LED-Modelle den Hochleistungslampen wie HQI-Brennern in der Lichtstärke noch unterlegen waren, bieten moderne High-Power-LEDs heute eine enorme Leuchtkraft. Sie eignen sich längst nicht mehr nur für kleine Aquarien, sondern durchdringen mühelos Wassersäulen von weit über 50 cm. Ein weiterer Vorteil ist die Steuerbarkeit: Viele LEDs erlauben die Simulation von Sonnenauf- und Untergängen sowie Mondlicht-Phasen, was den Stress für die Fische reduziert.
Leuchtstoffröhren (T5 und T8)
Eine Leuchtstoffröhre besteht aus einem dünnwandigen Glasrohr, in dem durch hohe Spannung ein Leuchtgas angeregt wird. Die Leuchtstoffröhre war lange Zeit der Standard bei der Aquarien-Beleuchtung. Sie sind preisgünstig, leicht zu ersetzen und problemlos im Betrieb. Werden sie, wie vorgeschrieben, nach ca. 10.000 (T8) oder 20.000 (T5) Betriebsstunden ausgetauscht, steht der gesunden und sicheren Entwicklung der Aquariumsbewohner nichts im Wege.
Man unterscheidet hierbei zwischen den dickeren T8-Röhren und den dünneren, aber effizienteren T5-Röhren. Eine Aquarien-Beleuchtung mit Leuchtstoffröhren ist vor allem für Einsteiger interessant, die eine bewährte Technik suchen. Zu beachten ist jedoch, dass das Lichtspektrum im Laufe der Zeit altert, was den Algenwuchs fördern kann – ein rechtzeitiger Austausch ist daher Pflicht.
Halogenlampen für Akzente
Eine Halogenlampe erzeugt ein punktförmiges, sehr helles Licht. Sie eignet sich als Aquarium-Beleuchtung zum gezielten Anleuchten von bestimmten markanten Stellen im Becken, wie zum Beispiel solitären Wurzeln oder Steinformationen. Der Leuchtkegel kann mit Diffusoren und Reflektoren etwas verbreitert werden. Die standardmäßige Anwendung einer Halogenlampe als Aquarium-Beleuchtung bleibt aber die Punktbeleuchtung bei größeren Wassertiefen. Aus diesem Grund werden bei großen und tiefen Aquarien immer mehrere Halogenlampen eingesetzt, um dunkle Zonen zu vermeiden.
HQI-Brenner für Profis
Noch heller als Halogenlampen sind die HQI-Brenner (Halogen-Metalldampflampen). Diese für erfahrene Aquaristik-Profis geeigneten Leuchtmittel funktionieren über Quecksilberdampf. Das erfordert besondere Sicherheits- und Schutzmaßnahmen, wie beispielsweise eine UV-Schutz-Verglasung. Sie leuchten extrem hell, erzeugen jedoch auch viel Wärme und müssen ebenfalls regelmäßig ausgetauscht werden.
Sie eignen sich hervorragend für eine flächige Aquarien-Beleuchtung sehr tiefer Becken. Im Gegensatz zu Halogenlampen erzeugen HQI-Brenner eine gleichmäßige Ausleuchtung, die auch in große Tiefen reicht. Sie sind damit als Aquarium-Beleuchtung besonders für Becken geeignet, welche zwar eine große Wassertiefe (oft über 70 cm), aber eine kompakte Grundfläche besitzen.
Was bei der Sicherheit noch zu bedenken ist
Wie HQI-Brenner haben auch klassische Leuchtstoffröhren immer einen gewissen Anteil an Quecksilber. Eine defekte Leuchtstoffröhre kann also im schlimmsten Fall auch eine Gefahr für das biologische Gleichgewicht im Aquarium darstellen. Wenn eine platzende Aquarium-Beleuchtung in das Wasser fällt, ist dies mit Sicherheit für die Fische und Wirbellosen lebensgefährlich. Darum sollten Leuchtstoffröhren niemals ungeschützt direkt über das Wasser installiert werden. Zu einer professionellen Aquarium-Beleuchtung gehört immer eine Glasscheibe oder eine spritzwassergeschützte Fassung als Sicherheitsschirm. Moderne LED-Leisten sind oft bereits nach IP67 oder IP68 wasserdicht konstruiert, was das Risiko erheblich minimiert.
Wassertiefe, Farbe und Zeitpunkt
Bis ca. einem halben Meter Wassersäule genügen moderne LED-Lampen und Leuchtstoffröhren vollkommen. Darüber hinaus sind bei lichthungrigen Pflanzen oft Halogenlampen oder HQI-Brenner (bzw. spezielle High-Output-LEDs) notwendig. Mit der Lichtfarbe (gemessen in Kelvin) kann der Pflanzenwuchs gezielt beeinflusst werden. Wuchslichter haben beispielsweise eine gelbliche Farbe (ca. 3.000 bis 4.000 Kelvin) und sind für die Anfahrphase des Aquariums besonders geeignet, während Tageslichtlampen (6.000 bis 8.000 Kelvin) die natürlichen Farben der Fische am besten zur Geltung bringen.
Ein weiterer wichtiger Wert ist der Lumen-Wert (Lichtstrom) pro Liter Wasser. Als Faustformel gilt: Für einfache Pflanzen reichen 15-25 Lumen/Liter, anspruchsvolle Aquascaping-Pflanzen benötigen oft 40 Lumen/Liter oder mehr. Welche Aquarien-Beleuchtung letztlich die Richtige für Ihr individuelles Setup ist, kann nur durch intensive Recherche und Information ermittelt werden.
Dreimal Informieren - einmal bestellen
Gründliche Information über Aquarien-Beleuchtung bewahrt vor teuren Fehlkäufen und umständlichen Reklamationsprozessen. Daher beraten wir auch Sie gerne zu diesem Thema. Es lohnt sich auch, einmal bei den Videoportalen vorbei zu schauen. Dort finden sich many Tutorials, welche nützliche Tipps zum Aufbau und Einrichtung des Aquariums sowie zur Wahl der richtigen Aquarien-Beleuchtung und der optimalen Photoperiode (Beleuchtungsdauer) anbieten.
Komplettsets für Einsteiger
Wir haben einige interessante Komplettsets im Angebot, welche sich für Neulinge, Jugendliche und Einsteiger besonders gut eignen. Hier ist die Aquarien-Beleuchtung, die Beckengröße und die technische Ausstattung bereits komplett enthalten und perfekt aufeinander abgestimmt. Damit kann sich jeder an der Aquaristik Interessierte ohne große Hürden einen ersten Eindruck von der faszinierenden Welt der Fische im eigenen Wohnzimmer machen.