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Snowflake Korallenfinger-Laubfrosch, Litoria caerulea Snowflake

Auffällige Farbvariante

Die Snowflake-Variante zeigt helle Sprenkel auf grünlich-blauer Haut

Klettert an Glasscheiben

Dank Haftscheiben bewegt er sich mühelos an senkrechtem Glas entlang

Sehr ruhiger Charakter

Friedlich, neugierig und ideal geeignet für Einsteiger in die Froschhaltung

Langlebiger Terrarienbewohner

Bei guter Haltung kann er 15 Jahre oder sogar noch älter werden

Snowflake Korallenfinger-Laubfrosch, Litoria caerulea Snowflake


Auf einen Blick: Snowflake Korallenfinger-Laubfrosch, Litoria caerulea Snowflake
Deutscher Name:Snowflake Korallenfinger-Laubfrosch
Wissenschaftlich:Litoria caerulea Snowflake
Synonyme:Australischer Laubfrosch, Grüner Australischer Laubfrosch, White’s Tree Frog, Dumpy Tree Frog
Herkunft:Nördliches und östliches Australien sowie südliches Neuguinea; Snowflake ist eine Zuchtvariante
Lebensweise:Dämmerungs- und nachtaktiv, überwiegend baumbewohnend
Haltungsform:Hochformatiges, gut belüftetes Terrarium mit kräftigen Kletterästen
Mindestgröße des Terrariums:Für ein adultes Tier etwa ab 60 × 45 × 90 cm, für Gruppen entsprechend größer
Temperatur und Luftfeuchtigkeit:Tagsüber etwa 24–27 °C, nachts etwas kühler; mäßig feucht mit Abtrocknungsphasen
Beleuchtung:Tageslichtzyklus mit schwacher UVB-Beleuchtung und schattigen Rückzugsplätzen
Bodengrund:Drainagefähiger Terrarienboden mit Laubauflage, ohne Staunässe
Futter:Abwechslungsreiche, gut ernährte Futterinsekten mit abgestimmter Supplementierung
Maximale Größe:Meist etwa 7–11 cm Körperlänge, Weibchen teilweise bis rund 12 cm
Im Detail: Snowflake Korallenfinger-Laubfrosch, Litoria caerulea Snowflake

Lebensraum und Verhalten von Snowflake Korallenfinger-Laubfrosch (Litoria caerulea Snowflake)

Der Korallenfinger-Laubfrosch stammt in seiner natürlichen Form aus dem Norden und Osten Australiens sowie aus südlichen Teilen Neuguineas. Sein Verbreitungsgebiet umfasst deutlich mehr als immerfeuchte Regenwälder: Die Art lebt auch in lichten Wäldern, trockeneren Gehölzlandschaften, Sumpfgebieten und vom Menschen geprägten Gärten oder Siedlungsbereichen. Tagsüber ziehen sich die kräftigen Frösche gern in Baumhöhlen, Rindenspalten, dichtes Blattwerk oder geschützte Hohlräume zurück. Nach Einbruch der Dämmerung werden sie aktiv und suchen kletternd nach Beute. Obwohl die Tiere überwiegend baumbewohnend sind, benötigen sie zur Fortpflanzung stehende oder langsam fließende Gewässer. Nach kräftigen Regenfällen kommen die Männchen zum Rufen in die Nähe von Tümpeln, Gräben und saisonal gefüllten Wasserstellen. Die Bezeichnung „Snowflake“ beschreibt keine natürliche Unterart und keinen bestimmten Fundort. Sie steht im Terraristikhandel für eine gezielt vermehrte Zuchtvariante mit verstärkter heller Sprenkelung. Aussehen und Dichte dieser Flecken können zwischen einzelnen Tieren deutlich variieren. Die Herkunftsangaben der Art dürfen deshalb nicht als Herkunftsnachweis der jeweiligen Zuchtlinie verstanden werden.

Die richtige Haltung

Benötigt wird ein ausbruchsicheres Hochterrarium, das mehr nutzbare Höhe als Bodenfläche bietet. Mehrere kräftige, waagerechte und schräg verlaufende Äste sollten so befestigt sein, dass sie das Gewicht des gedrungenen Frosches sicher tragen. Große Korkröhren, erhöhte Verstecke und breite Ruheflächen schaffen geschützte Tagesplätze. Scharfkantige Dekoration, rostendes Metall und raue Gitterflächen im Sprungbereich sind ungeeignet, da Amphibienhaut leicht verletzt wird. Für ein adultes Tier ist eine Grundgröße von etwa 60 × 45 × 90 cm praxisgerecht; bei mehreren Tieren muss das Terrarium deutlich geräumiger sein. Vergesellschaftet werden sollten nur ähnlich große Artgenossen, da kleinere Frösche als Beute betrachtet werden können. Eine flache, kippsichere Wasserschale mit sauberem, geeignet aufbereitetem Wasser muss jederzeit erreichbar sein. Sie wird häufig gereinigt, während tiefe Wasserteile und dauerhaft nasse Einrichtungen vermieden werden. Gute Lüftung, leicht zu reinigende Flächen und konsequente Hygiene sind besonders wichtig.

Die richtige Bepflanzung

Robuste, ungedüngte Terrarienpflanzen mit breiten, tragfähigen Blättern bieten zusätzliche Sichtdeckung und natürliche Ruheplätze. Da Korallenfinger-Laubfrösche recht schwer und kräftig sind, werden empfindliche Triebe schnell geknickt. Pflanzen sollten fest verwurzelt oder in gesicherten Töpfen eingesetzt werden. Vor dem Einbringen müssen Blätter und Wurzelballen frei von Pflanzenschutzmitteln, Düngerresten und Schädlingen sein. Eine Drainageschicht verhindert vernässte Erde; zugängliche Pflanzsubstrate lassen sich mit einer sauberen Laubschicht abdecken. Auch künstliche Pflanzen sind möglich, sofern sie abwaschbar, ungiftig und ohne scharfe Kanten verarbeitet sind.

Beleuchtung, UV, Heizung und Luftfeuchte

Tagsüber sind im Terrarium etwa 24–27 °C passend, ergänzt durch einen etwas wärmeren Bereich im oberen Drittel. Nachts darf die Temperatur auf ungefähr 20–22 °C absinken. Wärme wird von oben und immer thermostatisch geregelt angeboten; direkte Sonneneinstrahlung kann ein Glasterrarium gefährlich überhitzen. Bei der Luftfeuchtigkeit finden sich unterschiedliche Haltungsempfehlungen. Bewährt ist ein mäßig feuchtes, sehr gut belüftetes Klima von ungefähr 50–70 %, wobei ein kurzer Anstieg nach sparsamem Sprühen von trockeneren Phasen abgelöst wird. Dauerhafte Nässe, beschlagene Scheiben und wassergesättigter Boden fördern hygienische Probleme. Ein klarer Tag-Nacht-Rhythmus von etwa zwölf Stunden sowie eine schwache UVB-Quelle sind sinnvoll. Der Frosch muss der Strahlung durch Laub, Kork und Schattenplätze ausweichen können. Lampenabstand und Wechselintervall richten sich nach dem verwendeten System.

Fütterung

Korallenfinger-Laubfrösche fressen lebende, bewegliche Beute. Geeignet sind abwechslungsreich angebotene Grillen, Heimchen, Schaben, Heuschrecken, Fliegen, Mottenlarven und andere passende Futterinsekten. Die Beute sollte gut ernährt und nicht breiter als der Kopf des Frosches sein. Erwachsene Tiere neigen bei zu reichlicher Fütterung deutlich zu Übergewicht; Körperform und Aktivität sind deshalb regelmäßig zu beobachten. Wirbeltiere sind kein geeignetes Routinefutter. Futterinsekten werden nach einem auf Alter, UVB-Versorgung und übrige Ernährung abgestimmten Plan mit Calcium sowie einem geeigneten Vitaminpräparat bestäubt. Bei vorhandener UVB-Beleuchtung muss die zusätzliche Vitamin-D3-Gabe entsprechend angepasst werden, damit keine Überversorgung entsteht. Nicht gefressene Insekten werden entfernt, da sie den Frosch belästigen oder die Wasserschale verunreinigen können.

Geschlechtsunterschiede

Ausgewachsene Weibchen werden im Durchschnitt größer und massiger als Männchen. Geschlechtsreife Männchen besitzen besonders während der Fortpflanzungszeit dunkle Brunftschwielen an den inneren Daumen. Außerdem sind es vor allem die Männchen, die mit einem tiefen, wiederholten Ruf auf sich aufmerksam machen; ihre Kehlhaut kann lockerer oder dunkler wirken. Bei jungen oder nicht fortpflanzungsbereiten Tieren ist eine zuverlässige Geschlechtsbestimmung häufig nicht möglich.

Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung

Die Nachzucht ist möglich, setzt jedoch Erfahrung mit jahreszeitlicher Konditionierung, Wasserhygiene und der Aufzucht von Kaulquappen voraus. In der Natur wird die Fortpflanzung durch warme, regenreiche Perioden ausgelöst. In Menschenobhut erfolgt die Stimulation meist in einer gesonderten Regenkammer mit temperiertem Wasser, Beregnung und sicheren Ausstiegen oberhalb der Wasserfläche. Eine Regenkammer ist kein dauerhaftes Terrarium. Beim Amplexus umklammert das Männchen das Weibchen; die äußere Befruchtung erfolgt während der Eiablage im Wasser. Die zahlreichen Eier entwickeln sich zu frei schwimmenden Kaulquappen, die getrennt von den Elterntieren untergebracht werden sollten. Während der Metamorphose sind flache Ufer und leicht erreichbare Landplätze unverzichtbar. Eine gezielte Abkühlung oder Trockenphase sollte ausschließlich mit gesunden, ausgewachsenen Tieren und fundierter Vorbereitung durchgeführt werden.

Endgröße und Lebenserwartung

Adulte Korallenfinger-Laubfrösche erreichen meist etwa 7–11 cm Kopf-Rumpf-Länge. Große Weibchen können ungefähr 11–12 cm erreichen, während Männchen häufig kleiner bleiben. Neben der Länge fällt die Art durch ihren breiten Kopf und den kräftigen, gedrungenen Körperbau auf. Die Snowflake-Zeichnung verändert die biologisch zu erwartende Endgröße nicht.

Nice-to-Know

Die Snowflake-Variante trägt deutlich vermehrte weiße bis cremefarbene Punkte auf der grünen, blaugrünen oder zeitweise graugrünen Grundfarbe. Anzahl, Größe und Verteilung der Flecken sind individuell und können nicht für jedes Tier identisch erwartet werden. Auch die Grundfarbe wirkt abhängig von Licht, Temperatur, Aktivität und Ruhephase unterschiedlich. Die großen Haftscheiben machen den Frosch zu einem geschickten Kletterer, obwohl sein Körperbau vergleichsweise schwer erscheint. Bei guter, ausgewogener Haltung kann die Art deutlich über zehn Jahre alt werden und sollte daher als langfristiger Pflegling eingeplant werden.

Giftigkeit und Vorsichtsmaßnahmen

Wie andere Amphibien besitzt der Korallenfinger-Laubfrosch empfindliche, durchlässige Haut und gibt schützende Hautsekrete ab. Diese können Augen, Mund und andere Schleimhäute reizen. Das Tier sollte deshalb nur angefasst werden, wenn es für Pflege oder Gesundheitskontrolle notwendig ist. Dafür eignen sich angefeuchtete, puderfreie Einmalhandschuhe, die frei von Desinfektionsmittel- oder Seifenresten sind. Anschließend werden Hände und verwendete Geräte gründlich gereinigt. Kontakt mit Gesicht, offenen Wunden und Lebensmitteln ist zu vermeiden. Zugleich schützen Handschuhe den Frosch vor Hautfetten, Kosmetik und anderen Rückständen auf menschlichen Händen.

Temperaturbereiche: Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen

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